Hand­werker und Internet: Das gehört zusammen!

Das Internet ist das belieb­teste Medium bei der Suche nach Produkten, Dienst­leis­tungen und natür­lich auch Hand­wer­kern. Letz­teres ganz beson­ders, wenn es um Hand­werks- oder Dienst­leis­tungen rund um die Wohnung oder das Haus geht. Das gilt mitt­ler­weile auch nicht mehr allein für die jüngere Genera­tion.

Auch die für Hand­werker wich­tige Ziel­gruppe der über Fünf­zig­jäh­rigen gibt an, sich mehr über das Internet zu infor­mieren als über Zeitungen und Fern­sehen. Laut Umfragen treffen knapp 85 Prozent der Kunden ihre Kauf­ent­schei­dungen mithilfe des Inter­nets.

Dabei hat sich in den letzten Jahren ein Wandel beim Grund für die Inter­net­suche voll­zogen. Wollte man 2009 mit der Inter­net­suche nach Hand­wer­kern und Dienst­leis­tern im Internet noch haupt­säch­lich sparen, gaben 2011 die meisten der Befragten den komfor­ta­blen Vergleich von Preis und Leis­tung als Grund an.

Die persön­liche Ansprache ist noch immer wichtig!

Poten­ti­elle Auftrag­geber suchen zwar gerne im Internet nach Hand­wer­kern, klären aber Details eines Auftrags nach wie bevor­zugt im persön­li­chen Kontakt. Wenn es nach den Umfragen geht, kontak­tieren fast 90% der Deut­schen einen Hand­werker am liebsten direkt. Fast ebenso viele kontak­tieren mehr als einen Hand­werker, bevor sie sich letzt­lich entscheiden.

Umso wich­tiger ist es, dass Hand­werker und ihre Unter­nehmen im Internet präsent sein und da wich­tige Über­zeu­gungs­ar­beit leisten müssen, denn mehr als die Hälfte der Deut­schen haben laut aktu­ellen Umfragen in den vergan­genen Jahren Hand­werker beauf­tragt, und viele Hand­werker erhalten schon ein Drittel ihrer Aufträge über Erst­kon­takte im Internet.

Man sollte also meinen, dass dies alles sehr für eigene Inter­net­seiten spricht.

Aber es ist kaum zu glauben: Das Internet ist für viele Hand­werker immer noch Neuland, sie sind auf die Nutzung dieses Mediums entweder nicht ausrei­chend vorbe­reitet oder sie lehnen es einfach immer noch ab.

Erfolg­reiche Hand­werker setzen auf Online Marke­ting

Die „Manu­factum-Studie“ der Würth-Gruppe (2011) hat die erfolg­reichsten 15 Prozent der Hand­werks­be­triebe mit anderen Betrieben vergli­chen. Ergebnis: Die Erfolg­rei­chen sind deswegen so erfolg­reich, weil sie auf Online-Marke­ting setzen.

Das klingt schwie­riger als es ist. Wie können Sie das errei­chen?

Eine moderne, nutzer­freund­liche und aktu­elle Inter­net­seite über­zeugt poten­ti­elle Kunden davon, dass Sie genau die rich­tige Wahl sind. Seien Sie dabei authen­tisch, infor­mieren Sie über alles, was Sie anbieten, aber bleiben Sie dabei ehrlich. Zeigen Sie Bilder, beispiel­hafte Projekte und Quali­fi­ka­ti­ons­nach­weise. Das weckt bei Inter­es­senten Vertrauen und erhöht die Chancen, dass diese sich per Kontakt­for­mular oder Telefon melden. Mehr als die Hälfte der Auftrag­geber gab bei Umfragen an, dass eine Inter­net­seite vor allem kompe­tent wirken soll, um zu über­zeugen.

Das kostet doch alles viel Geld

Die Antwort darauf ist: Ja und Nein. Verglei­chen lohnt natür­lich auch bei den Online-Dienst­leis­tungs­an­bie­tern. Kostenlos ist nichts. Dienst­leister wie Berater und Agen­turen finden Sie genau da, wo auch Sie gefunden werden sollen: Im Internet. Deren Inter­net­seiten lassen den Vergleich zu, wer am besten zu Ihnen und Ihrem Unter­nehmen passt. Das kostet Sie erst einmal nur etwas von Ihrer Zeit. Alles weitere hängt davon ab, was Sie brau­chen und wie es umge­setzt werden kann.

Und gerade in diesem Bereich gilt das Zitat von John Ruskin, einem engli­schen Sozi­al­re­former (1819–1900):

Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orien­tieren, werden die gerechte Beute solcher Machen­schaften.

Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen.

Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles.

Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegen­stand die ihm zuge­dachte Aufgabe nicht erfüllen kann.

Das Gesetz der Wirt­schaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten.

Nehmen Sie das nied­rigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzu­rechnen.

Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen.

Genau dies nehmen Sie ja auch für sich, Ihr Unter­nehmen und Ihre Arbeit in Anspruch.

Umge­kehrt gilt: Eine mangel­hafte, veral­tete oder gar keine Inter­net­seite sind der sicherste Weg, mittel- bis lang­fristig in Verges­sen­heit zu geraten und keine Kunden­an­fragen mehr zu bekommen.

Quellen:
Auftrag­geber-Umfrage der Inno­fact AG im Auftrag von MyHammer 2012

Manu­factum-Studie der Würth-Gruppe (2011)
Studie der tele­gate AG (2010) zum Thema Mittel­stand und Werbung
John Ruskin, engl. Sozi­al­re­former (1819–1900)